Wettingen: Für alle statt für wenige.

 

Zukunft der Mobilität
Rückblick auf die Sektionsveranstaltung vom 31. August

Markus Maibach ist neben seiner Tätigkeit als Gemeinderat in Wettingen Mobilitätsforscher und Partner von INFRAS, einem Think Tank für Zukunftsfragen. Am 31. August hat er einem interessierten Publikum die zukünftigen Entwicklungen unserer Mobilität erläutert. Hauptbotschaft: Die Zukunft hat längst begonnen.

Mit der rasanten Digitalisierung ist eine Vielzahl von neuen Mobilitätsdienstleistungen entstanden, die uns den Zugang zur Mobilität vereinfachen sollen. Beispiele dafür sind Uber, O-Bike, Sharoo, Flinc usw. Gleichzeitig ist das automatisierte Fahren in aller Munde. Postauto hat dazu bereits einen Testversuch mit einem autonom fahrenden Bus in Sion lanciert. Experten sprechen davon, dass in fünf Jahren automatisch fahrende Autos serienmässig produziert werden. Spätestens 2040 werden sie die Strassen dominieren. Zudem werden die Fahrzeuge elektrisch angetrieben sein. Wie schnell diese Entwicklungen bei uns voranschreiten, hängt auch stark von der Politik ab, vor allem den Zulassungsbedingungen auf den Strassen. Der öffentliche Verkehr könnte dadurch unter Druck geraten, sind doch die Potenziale vor allem im Strassenverkehr hoch. Viele Transportunternehmungen machen sich deshalb bereits heute über ihre zukünftigen Investitionen Gedanken. Denn: Was wir heute investieren, wird die Welt von morgen prägen.

Das gilt auch für das Limmattal: Automatisiertes Fahren könnte beispielsweise verhindern, dass die A1 weiter ausgebaut werden müsste oder die Limmattalbahn besser durch die Strassen kommt. Je mehr autofreie Haushalte und je besser die Preispolitik, desto stärker wird sich auch die Nachfrage nach neuen Mobilitätsdienstleistungen und Sharing-Konzepten entwickeln.